Perfekte Symmetrie, umarmt von kunstvoll gestalteter Natur: Dieser Garten stellt den Menschen in den Mittelpunkt, schafft weite Sichtachsen und bietet immer neue Blicke auf blühende Schönheit. Foto: Günther Goldstein für Eckhard Klems.

Was heute anders gestaltet wird als vor 15 Jahren

Was sich im Garten ändert

Wir leben anders als noch vor 15 Jahren. „Früher war der Hausgarten das Reich der Frauen, jetzt entwerfen Mann und Frau ihren Garten gemeinsam“, weiß Eckhard Klems. Was heute anders gemacht wird als noch vor 15 Jahren, zeigen zum Beispiel seine durchdachten Wasser- und Lichtkonzepte.

„Unsere Lösungen sind oft ungewöhnlich, sie entspringen der eingehenden Analyse persönlicher Situationen und Wünsche“, erklärt Klems. Er erweckt Gartenphantasien zum Leben, unabhängig von Größe, Umfang und Komplexität. Der Garten- und Landschaftsbauer ist für seine ästhetische Gartenplanung landesweit bekannt. Wir fragen:

Wann gilt ein Garten denn als „veraltet“?

Eckhard Klems: Erstes Kriterium ist die Bepflanzung, die nach zehn bis spätestens 15 Jahren in Größe und Form anzupassen ist. Mangels Licht oder Platz wachsen Pflanzen nicht immer gemäß ihres Habitus‘, dann ist ein Rück- oder Erhaltungsschnitt gefragt. Zugleich kann man durch Umpflanzung Areale erweitern oder aber Platz schaffen für Neues – vielleicht einen Garten mit Grillplatz, kleinen versteckten Sitznischen oder Parkambiente. Auch die Ansprüche einer Familie wandeln sich: Für Kinder wünscht man sich Schaukel und Kletterbaum; wer Muße hat, genießt einen besinnlichen Aussichtsplatz inmitten duftender Blüten…

Was wird heute anders gestaltet als vor 15 Jahren?

Eckhard Klems: Heute will man z.B. auf Wasser im Garten nicht verzichten; wir legen Bachläufe, Schwimmteiche oder Seen mit malerischen Ufern an. Bei innovativen Konzepten wird das Regenwasser gesammelt und über Teichanlagen und Wasserfälle gleich mehrfach genutzt.

Zudem kann man sich größere Bäume leisten, die Preise dafür sind sehr gefallen: Das ermöglicht es, das ideale Gartenbild zu kreieren, ohne lange auf Wachstum warten zu müssen. In der Stadt lassen wir Grün z.B. großzügig auf Dachterrassen wachsen.

Und zum Naturstein im Garten gesellt sich immer öfter Material aus dem Keramikbereich: Diese neue „Fliese“ ist absolut winterhart, nur 20 mm stark, und lässt sich beliebig gestalten!

Haben Mann und Frau hier verschiedene Wünsche?

Eckhard Klems: Die Ansprüche an den Hausgarten haben sich enorm gewandelt. Früher war der Garten ein Bereich der Frauen, doch längst entwerfen Mann und Frau ihren Garten gemeinsam. Die Vorlieben der ganzen Familie spiegeln sich in der Planung.

Vor allem aber baut man heute Gärten nicht zum Bestaunen, man will sie benutzen, sich wohlfühlen. Das Leben im Haus erweitert sich nach draußen. Das bringt eine erhebliche Aufwertung der Immobilie - aber insbesondere des Lebensgefühls. Und wenn Sie Ihr Gemüse selbst ziehen, liegen Sie jetzt voll im Trend.

Es zeichnet sich ein Trend zum Nutzgarten ab?

Eckhard Klems: Absolut, so integrieren wir attraktive Flächen für Kräuter, Salat, Gemüse und selbst exotische Früchte in die Gestaltung. Dabei schwingt das Bewusstsein für gesunde Ernährung, aber auch viel Freude am Genuss mit. Grillstationen entwickeln sich zu Outdoor-Küchen, der Garten gehört zum Lifestyle.

Wie gehen Sie bei der Gartengestaltung vor?

Eckhard Klems: Der Garten steht für Natur, persönliche Freiheit, Wohlbefinden. Hier tanken wir Inspiration und neue Kräfte. Der Garten kann Menschen glücklich machen.

Bei uns erhält jede Gartenplanung deshalb ihren speziellen, auf sie zugeschnittenen Planer. Wir realisieren Hausgärten mit eigenen und externen Architekten. Mit der professionellen Gestaltung bieten wir auch Tipps und Anleitungen für die weitere Pflege der Anlagen.

Soll ein vorhandener Garten umgestaltet werden, erfassen wir den vorhandenen Bestand, darunter z.B. erhaltenswürdige und markante Bepflanzungen. Im engen Dialog mit den Gartenbesitzern entsteht dann die Planung inklusive genauer Kostenplanung. Sie kann durch einen Festpreis, im Finanzierungsrahmen des Bauherrn, angepasst werden.

…ein Garten mit Grillplatz, kleine versteckte Sitznischen oder ein Aussichtsplatz im Parkambiente?



Wegeführung und die Materialwahl sind Kernthemen der Gartengestaltung. Foto: L-M. Bollweg für Eckhard Klems.

Wasser im Garten: Bachläufe, Schwimmteiche oder Seen mit malerischen Ufern… Zeitgemäß: Das Regenwasser sammeln und über Teichanlagen und Wasserfälle mehrfach nutzen!

Wasserflächen und Blickwinkel öffnen neue Freiräume – auch im Kopf.
Foto: L-M. Bollweg für Eckhard Klems.