Planung und Ausführung: Garten- und Landschaftsbau Eckhard Klems, Waltrop
Objekt: Hausgarten
in: Nordkirchen
Grundstücksfläche: ca 600 qm
Bauzeit: vier Wochen
Besondere Merkmale: In Anpassung an die Hausgestaltung wurde die Hauptterrasse in den ruhigeren Teil des Gartens verlegt, jedoch umlaufend mit Rückzugsräumen versehen. Die großzügigen Rasenflächen wurden als ebene Fläche angehoben und mit einer Beregnungsanlage bestückt. Die Bepflanzung wird im Frühjahr 2011 vervollständigt, ebenso die Beleuchtung der Gesamtanlage.

Der November-Garten

Dieser Monat lässt sich nicht blenden von oberflächlichem Schein, er geht den Dingen auf den Grund. Der November verändert und schärft unsere Sicht auf die Natur; auf den Garten; auf das Leben.

Der November-Garten ist unsere Burg, die eigene grüne Festung, der wahre Lieblingsplatz. Jedes seiner gestalterischen Elemente ist ein Solitär. Stolz wacht der japanische Spindelbaum über die geschützte Terrasse. Mannshoch fällt der ‚Euonymus alatus' sofort ins Auge, immergrün trotzt er im Winter sogar frostigsten Temperaturen bis -15°C. In der Herbstsonne strahlen die hellgelben Ränder seines dichten Laubs, und im Frühling schimmern zart weiß-grüne Blüten hervor.

Rote Felsenbirnen, Amelanchier, bilden im Sommer einen lockenden Kontrast zu den immergrünen Burgmauern. Im November aber mag der Besitzer auch schon mal das Tor einfach leise hinter sich schließen: Er ist der Protagonist, der vieles weiß und vieles sieht, ohne dabei viel von sich preiszugeben. Im minimalistischen Garten genießt er das Zusammenspiel von geradliniger Pflasterung und amorphem Grün. Schützend stellen sich die immergrünen Lebensbäume, Thuja occidentalis, wie Wächter auf und halten die Welt von ihm fern, wenn er eins wird mit der Natur und schlichte Ruhe atmet.

Als Monat der Besinnung gilt der November im Kirchenjahr. Der November-Garten zeigt uns einfach und schön, wie wir jede Jahreszeit genießen können, und stellt den Winter in einen feierlichen Rahmen aus immergrüner Beständigkeit. Und so kann es passieren, dass wir hier spüren, wie die Zeit für einen winzigen Moment ruht.